Presse-Mitteilungen

Oktober 2018

„Kirche auf der BUGA 2019“ zeigt sich mit Flashmob auf dem Kiliansplatz

Samstag, Schlag zwölf Uhr, Kiliansplatz Heilbronn. Unter dem mächtigen Glockenläuten der Kilianskirche kommen aus vier Richtungen Personen mit Bollerwagen, gefüllt mit Äpfeln, auf den belebten Platz zwischen Kirche und Ladengeschäften. Innerhalb weniger Minuten strömen Dutzende Frauen und Männer hinzu. Neugierige bleiben stehen, Vorbeigehende werden angesprochen, erhalten einen Apfel. Und natürlich Erklärungen zum Hintergrund der Aktion: Informiert wird über „Kirche auf der BUGA 2019“, dem gemeinsamen ökumenischen Auftreten der Kirche während der Bundesgartenschau Heilbronn 2019. Eine Weltkugel wird von den Teilnehmern über ihren Köpfen von Hand zu Hand weitergeleitet als Symbol, dass alle gemeinsam Sorge für die Welt und die Schöpfung zu tragen haben.

„Dass wir heute mit dieser kurzen, aber besonderen Aktion an die Öffentlichkeit gehen, hängt mit dem heutigen Datum zusammen. Die BUGA dauert 173 Tage und wir wollen uns genau 173 Tage vor der BUGA in der Innenstadt Heilbronns treffen“ informieren  Esther Sauer, evangelische Projektleiterin, sowie Peter Seitz, katholischer Projektleiter von „Kirche auf der BUGA 2019“.

Eingeladen zu diesem „Flashmob“, einem spontanen Treffen zu einem besonderen Thema auf einem öffentlichen Platz, waren Mitglieder der Arbeitsgruppen, die die Veranstaltungen der Kirche auf der Bundesgartenschau vorbereiten, sowie Ehrenamtliche, die während der BUGA diese Aktionen und Projekte vor Ort unterstützen.

„Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, wie viele Menschen sich ehrenamtlich für das ökumenische Projekt `Kirche auf der BUGA` engagieren. Dabei spüren und erleben wir alle, was für eine große, fröhliche und motivierte Gruppe wir sind“, freuen sich Esther Sauer und Peter Seitz.

Wenn sich am 17. April 2019 die Tore für die Besucher der BUGA öffnen, wird in den folgenden 173 Tagen auch die Kirche mit einem ambitionierten und interessanten Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal im sogenannten „Inzwischenland“ präsent sein. Zum geplanten Programm unter dem Motto „Leben schmecken“ gehören Gottesdienste, Andachten, Musik- und Kulturveranstaltungen und Mitmach-Aktionen zu den Themen Schöpfung und Ernährung. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Heilbronn arbeiten katholische, evangelische und evangelisch-methodistische Gemeinden, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Ephräm sowie die Gemeinden der Neuapostolischen Kirche zusammen.

 

Juni 2018

Kindlich-kreativ gestaltete bunte Holzlöffel weisen im Stadt- und Landkreis auf BUGA-Projekt der Kirche hin

In Bär, Frosch und Tiger verwandelt zeigen sich im Katholischen St. Anna Kindergarten in Offenau jetzt riesige Holzlöffel, die die Projektgruppe „Kirche auf der BUGA2019“ für die Aktion „Her mit dem Löffel!“ zur Verfügung gestellt hatte. Marienkäfer, Regenbogen mit Blume und – wie sollte es gerade anders sein – Fußball sind die Motive, die sich die Kinder im Heilbronner Au-Kindergarten für die Aktion ausgesucht haben.

Rund sechzig Kindergärten mit über einhundert Gruppen waren von der Aktion so begeistert, dass sie sich entschlossen, mitzumachen. Auch Offenau. „Wir fanden die Idee toll, dass wir gleich drei Löffel bestellt haben“, blickt Erzieherin Ramona Schropp vom St. Anna Kindergarten zurück. Und da der Kindergarten drei Gruppen hat, waren schnell die Motive für die rund zwei Meter langen Löffel gefunden: Tiger, Bär und Frosch – die Symboltiere der einzelnen Gruppen. Doch mit dem Bemalen der Löffel ließ man es nicht bewenden, sondern baute einen schönen und lehrreichen Rahmen für die Kinder darum herum: Es wurden Bücher gelesen und daraus erarbeitet, was diese Tiere gerne essen – eben das Motiv der Kirche auf der BUGA „Leben schmecken“ aus der Sicht der Vierbeiner. Und deshalb wurden nicht nur die Löffel mit viel Spaß bemalt, sondern auch die entsprechenden Leckereien für die drei Tiere dazu gehängt: Honig für den Bären, Fliegen für den Frosch und eine Fleischkeule für den Tiger.

Demnächst werben diese hölzernen Skulpturen auf einer Rasenfläche vor dem Rathaus für das ökumenische Projekt „Leben schmecken“ der Kirche auf der Bundesgartenschau in Heilbronn.

Gleich das Fernsehen schaute den Kindern des Evangelischen Au-Kindergartens beim Gestalten eines Holzlöffels über die Schulter. Das Thema Ernährung ist ein Schwerpunktthema im Au-Kindergarten, informiert die Kita-Leiterin Petra Härle. Da passte die Holzlöffel-Aktion „Leben schmecken“ wunderbar dazu. Das Thema wurde auch hier umfassend mit den einzelnen Gruppen besprochen – und zwangsläufig wurde dabei klar, dass „Leben schmecken“ über die Ernährung hinausgeht. Mit großem Elan machten sich die Gruppen daran, für sich Themen zu finden und Skizzen zu zeichnen. Umgesetzt wurde bei den Kleinsten ein Marienkäfer – das Symboltier der Gruppe -, die Jüngeren wählten Motive aus der Natur, wie Blüten und einen bunten Regenbogen. Die Vorschulkinder wurden wohl von der Fußball-Weltmeisterschaft inspiriert und entschieden sich für verschiedene Motive aus dem Fußball: Eine Spielerin, ein Spieler, einen Ball sowie das Tornetz – und dies auf einem grünen Löffel, der zudem mit Blüten verziert wurde. Aufgestellt werden die Löffel in der Kita – denn man möchte über die Aktion das Themaweiter verfolgen. Angedacht ist zum Beispiel auch im kommenden Jahr ein Besuch auf der BUGA, gemeinsam mit den Eltern.

„Her mit dem Löffel!“  führt auf das kirchliche  BUGA-Projekt „Leben schmecken“ hin. Zur Verfügung gestellt wurden den teilnehmenden Kindereinrichtungen rund zwei Meter große Holzlöffel, die gemeinsam kreativ gestaltet und jetzt öffentlichkeitswirksam aufgestellt werden. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung, vielmehr sollen sich die Kinder dabei auch mit den Themen Schöpfung und Ernährung auseinandersetzen. Die Einladung, sich daran zu beteiligen, ging an die Kindertageseinrichtungen in den evangelischen Kirchenbezirken Heilbronn, Weinsberg, Neuenstadt und Brackenheim sowie im katholischen Dekanat Heilbronn-Neckarsulm.

Wenn sich am 17. April 2019 die Tore für die Besucher der BUGA öffnen, wird in den folgen 173 Tagen auch die Kirche mit einem ambitionierten und interessanten Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal im sogenannten „Inzwischenland“ präsent sein. Zum geplanten Programm unter dem Motto „Leben schmecken“ gehören Gottesdienste, Andachten, Musik- und Kulturveranstaltungen und  Mitmach-Aktionen zu den Themen Schöpfung und Ernährung. Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de. Wer sich aktiv beteiligen möchte, findet herzu auch noch die Möglichkeit. Wie sich Ehrenamtliche einbringen können, darüber wird bei einem Treffen am 7. Juli im Hans-Rieser-Haus in Heilbronn informiert.

  
Mit viel Liebe gestalteten die Kinder im St. Anna Kindergarten in Offenau ihren Löffel. Nicht nur ihren Holzlöffel gestalteten die Kinder  als Tiger, sondern auch Tigermasken wurden gebastelt.

  
Von der Fußball-WM ließen sich die Vorschulkinder im Heilbronner Au-Kindergarten bei der Bemalung ihres Löffels inspirieren. Das Kirchenfernsehen schaute  bei der Bemalung des Löffels über die Schulter.

Fotos: Kirche auf der BUGA

 Anmerkung: Für alle abgebildeten Kinder liegen Freigaben der Eltern beim Kindergarten vor.

Mai 2018

„KirchenGrün“ – Hausen erster blühender Botschafter für spirituellen Garten „Leben schmecken“ auf BUGA

„Ich habe den Aufruf zur Aktion KirchenGrün gelesen und mir gleich gesagt, da machen wir mit“. Der spontane Entschluss von Isolde Reiner hat dazu geführt, dass Hausen an der Zaber die erste Gemeinde ist, die mit der Aktion KirchenGrün auf das ökumenische Projekt „Leben schmecken“ der Kirche auf der Bundesgartenschau 2019 hinweist und gleichzeitig die Anlage an der Kirche neu und attraktiv bepflanzt. Denn bei Isolde Reiner blieb es nicht beim Wollen. Schnell hatte sie acht weitere tatkräftige Frauen – und im Hintergrund die Männer – um sich geschart, die sich ebenso spontan einbrachten.

Wer jetzt durch Hausen fährt, kann die Arbeit der Frauen bei der Kirche an der Turmstraße bewundern: Duftpflanzen, wie Rosen, sowie Kräuter, wie Thymian, Schnittlauch, Zitronenmelisse oder Salbei, wurden auf einer Fläche gepflanzt, die zunächst für die Neubepflanzung vorbereitet werden musste. Für diese Pflanzen hat sich die Gruppe ganz bewusst entschieden, wollte man doch dem Motto „Leben schmecken“ folgen. Dekoriert wurden die Pflanzen mit zum Thema und zur Gegend passenden Gegenständen: Einem kleinen alten Tisch, Weinberg-Stickel und Küchenutensilien. Gefreut hat die Frauen, dass sie Unterstützung beim Bauhof der Stadt Brackenheim fanden: Sie bekamen nicht nur die Fläche vor der Kirche gestellt, sondern auch die Pflanzen.

Nach getaner Arbeit schaut das fleißige Team nach vorne – und hofft auf weitere Unterstützung aus dem Ort: Zur Pflege der Pflanzen, zum Gießen und nicht zuletzt für die nächste Pflanzaktion, die im Herbst stattfinden soll.

Ganz begeistert von der guten Laune und dem Eifer der Frauen war Pfarrerin Esther Sauer, die evangelische Projektleiterin von „Kirche auf der BUGA2019“. „Ich wünsche mir dass dieses Beispiel ansteckend ist und weitere Mitmacher für die Aktion KirchenGrün motiviert“, freut sie sich über den gelungenen Auftakt. Den Frauen in Hausen konnte sie auch gleich das erste Schild zu „Leben schmecken“ überreichen. Und sie verspricht, dass die Frauen zur Dekoration noch große Holzlöffel aus der Kindergartenaktion „Her mit dem Löffel!“ erhalten. Weitere Kirchengemeinden haben schon ihre Teilnahme signalisiert, einige werden aber erst im Herbst Pflanzungen vornehmen.

Die Aktion „KirchenGrün“ ist eng mit dem ökumenischen Projekt „Leben schmecken“ der Kirche auf der BUGA 2019 in Heilbronn verknüpft. Denn im Hinblick auf die bevorstehende Bundesgartenschau ab April kommenden Jahres wurden die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Stadt- und Landkreis Heilbronn eingeladen, in den nächsten Wochen und Monaten eine ausgesuchte Fläche bei der eigenen Kirche besonders zu gestalten. Mit dieser  Aktion können schon im Vorfeld der Gartenschau lokale Beiträge zur ökumenischen Kirchenpräsenz auf der Bundesgartenschau 2019 geschaffen werden, nennen die Projektleiter von „Kirche auf der BUGA2019“, Esther Sauer und Peter Seitz, die Idee hinter der  Aktion. Und natürlich soll auch direkt auf das Großereignis hingewiesen werden: Mit einem dekorativen Schild mit der Aufschrift „Kirche auf der BUGA2019“ und dem  Motto „Leben schmecken“.

Für den  ökumenischen Beitrag „Leben schmecken“ der Kirchen wird auf der BUGA ein rund eintausend Quadratmeter großes Gelände zu einem spirituellen Garten gestaltet und so inszeniert, dass er neugierig macht, zum Verweilen einlädt, aber auch zum Dialog auffordert. An den 173 Tagen der Bundesgartenschau werden die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dazu täglich Impulse geben mit Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen. Zugleich wird die Inszenierung des Themas auf Bühne und Freifläche zum Erleben, Nachdenken und Gespräch einladen.

April 2018

Aufruf „Ehrensache!“ folgten schon über 200 Personen

Erstes Treffen zur Vorbereitung „Kirche auf der BUGA“

„Ich war von Anfang an fasziniert vom Projekt der Kirche auf der Bundesgartenschau. Deshalb und da ich gerne neue Menschen kennen lernen mag, interessiere ich mich für eine ehrenamtliche Mitarbeit“, nennt Heidi Weeber aus Heilbronn die Gründe ihres Kommens. Er habe eine christliche Ader, sagt Alfred Unzeitig aus Flein, er möchte etwas für die Gesellschaft, die Kirche und andere Menschen tun. Er finde es gut dass die Kirche sich auf der BUGA präsentiere und möchte deshalb unterstützen. Beide gehörten zu rund einhundertfünfzig Interessierten, die sich jetzt im Katholischen Gemeindezentrum St. Paulus in Neckarsulm getroffen haben, um Informationen zu Motto, Gelände und Garten, die Vorstellung der konkreten Aufgaben, oder um Informationen zum genauen Verfahren zu erhalten und natürlich auch, um Fragen zu stellen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dem Aufruf „Ehrensache!“ gefolgt, mit dem die Kirche Personen sucht, die ehrenamtlich am gemeinsamen ökumenischen Projekt „Kirche auf der BUGA 2019“ mitwirken. Ein zweites Treffen für weitere Interessierte findet am 7. Juli statt.

Sehr aussagekräftig konnten die Projektleitung mit Esther Sauer und Peter Seitz sowie die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Ehrenamtliche und Dauerpräsenz“ die Themenkreise erläutern. Im Mittelpunkt standen dabei die Profile für die ehrenamtliche Tätigkeit während der BUGA. Diese reichen von „Dauerpräsenz“ (Aufgaben u.a. Begrüßung, Erläuterungen zum Garten, Antworten auf Fragen geben), „Dauerpräsenz Plus“ (Aufgabe u.a. Betreuung bei den Abendveranstaltungen), „Begrüßungs- und Mesnerdienst beim Gottesdienst“, sowie „Gartenpflege“ und „Gartenpflege Plus“.

Im Dezember hatten die Evangelische Landeskirche Württemberg, die katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) ihre Mitglieder aufgerufen, das gemeinsame ökumenische Projekt „Leben schmecken“ auf der BUGA 2019 in Heilbronn durch ehrenamtliche Mitarbeit zu unterstützen. Inzwischen sind weit über zweihundert Meldungen eingegangen. „Und es flattern uns immer wieder weitere Zusagen ins Haus. Wir sind sehr zufrieden mit dieser tollen Resonanz“, zeigen sich Esther Sauer, die evangelische Projektleiterin, sowie Peter Seitz, katholischer Projektleiter von „Kirche auf der BUGA 2019“, sehr zuversichtlich.

Überwiegend der evangelischen, der katholischen sowie der neuapostolischen Kirche gehörten die Teilnehmer des ersten Informationstreffens an. Mehrheitlich Frauen waren anwesend – was zu einem schmunzelnden „wie immer bei kirchlichen Aktivitäten“ führte. Die Teilnehmer aus dem Stadtkreis und dem Landkreis hielten sich nahezu die Waage. Erfreulich und überraschend war, dass sich eine große Zahl von jüngeren Berufstätigen für ein doch zeitintensives Engagement während der BUGA-Zeit interessierte.

Wenn sich am 17. April kommenden Jahres die Tore der BUGA für die Besucher öffnen, wird in den folgen 173 Tagen auch die Kirche mit einem vielfältigen Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal im sogenannten „Inzwischenland“ präsent sein. Nachdem sich schon seit einem längeren Zeitraum verschiedene Arbeitsgruppen mit Inhalten und Aktionen beschäftigen, werden auf der anderen Seite Menschen gesucht, die der Kirche im Garten Gottes ein Gesicht geben.  Sehr erfolgreich, wie die große Zahl der Teilnehmer am ersten Informationstag zeigte – aber weitere Unterstützer sind willkommen.

Rund dreihundert Personen werden benötigt, um das für alle Altersgruppen geplante Programm unter dem Motto „Leben schmecken“ mit Gottesdiensten, Andachten, Musik- und Kulturveranstaltungen und weiteren Beiträgen zu den Themen Schöpfung und Ernährung durchführen zu können, rechnen Esther Sauer und Peter Seitz.

Wer noch mitmachen möchte, findet nähere Informationen im Internet unter www.kirche-buga2019.de oder den Flyern in den Kirchen. Anmeldungen entgegen nimmt Esther Sauer, Evang. Projektleitung, Mail esther.sauer@elkw.de.

März 2018

Symbolische Baumpflanzung für spirituellen Garten „Leben schmecken“ auf der BUGA

Mit der symbolischen Pflanzung eines Apfelbaumes durch Kinder und Projektverantwortliche startete jetzt der Grundausbau für den ökumenischen Beitrag „Leben schmecken“ der Kirchen auf der BUGA 2019 in Heilbronn. Ein rund eintausend Quadratmeter großes Gelände wird zu einem spirituellen Garten gestaltet und so inszeniert, dass er neugierig macht, zum Verweilen einlädt, aber auch zum Dialog auffordert. An den 173 Tagen der Bundesgartenschau werden die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dazu täglich Impulse geben mit Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen. Zugleich wird die Inszenierung des Themas auf Bühne und Freifläche zum Erleben, Nachdenken und Gespräch einladen. Bereitgestellt von der Heilbronner BUGA-Gesellschaft wurde dafür ein Areal im „Inzwischenland“, zentral gelegen in der Nähe von Floßhafen und Stadtausstellung.

Vier Landschaftsarchitekten wurden im Frühjahr vergangenen Jahres beauftragt, einen gestalterischen Vorentwurf für den Beitrag der Kirchen zu erarbeiten. Nach Vorlage der Ideen entschied sich das Preisgericht für den Entwurf des renommierten Landschaftsarchitekturbüros Cornelia Biegert in Bad Friedrichshall, der jetzt Basis für eine Umsetzung ist.

Der Erstentwurf, so die Architektinnen Cornelia Biegert und Johanna Müller, hat sich aus der Fortführung der Planungsgespräche sowie ersten Ergebnissen der Arbeitsgruppen zum Motto „Leben schmecken“ verlagert, welches das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung schärfen will, insbesondere am Beispiel Ernährung. „Wie geht man letztendlich mit allen Elementen um, wie bespielt man den Garten – dieser Prozess wird uns weiter beschäftigen und andauern“, betont Cornelia Biegert und unterstreicht damit, dass auch die jetzigen Planungen noch fließend sind. Mit dem Grundausbau wird in den kommenden Monaten die Basis für einen Ort geschaffen, der die  Themen Schöpfung und Ernährung aufgreift und der Symbole der Kirche nutzt, damit Menschen still oder lebendig, alleine oder in Gruppen Kraft und Impulse für ihr Leben finden.

Vegetationsband und Symbol Kreuz

Zwei wesentliche Elemente der Planung, so Cornelia Biegert, sind ein Vegetationsband um das Gelände sowie das Symbol Kreuz, die zum einem den Eintritt in eine Einheit, zum anderen ein Zusammenführen unterschiedlicher Bereiche schaffen. Umgeben ist der Garten der Kirche durch die hochstämmige Bepflanzung der Bundesgartenschaugesellschaft mit Pappeln, die das Planungsbüro um weißblühende Stauden, wie Schleierkraut, weißen Mohn, Storchschnabel oder weißen Salbei, aber auch Zwiebelpflanzen wie Tulpen und Narzissen mit einer eigenen Note und Vielfalt aufwertet. „Der Großteil der rund 1700 Pflanzen, die für den spirituellen Garten vorgesehen sind, wird dieses Vegetationsband bilden“, beschreibt Johanna Müller den Umfang der Pflanzmaßnahmen.

Das Kreuz als Symbol der Kirche und der Kraft des Glaubens ist der Mittelpunkt des Gartens. Zwei Wege aus dunklem Plattenmaterial, die ein asymmetrisches Kreuz bilden, erschließen neben weiteren Zugängen barrierefrei den spirituellen Garten und kreuzen sich an einer überdachten, rund siebzig Quadratmeter großen Bühnenfläche. An diesem zentralen Punkt mit Bestuhlung werden Andachten, Kulturveranstaltungen sowie Mitmach-Aktionen stattfinden. Den Rückraum der Bühne bilden zwei Container, die auch als Lagerraum genutzt werden.

Weitere Akzente im Garten setzen ein großer hölzerner Tisch zum gemeinsamen Gespräch oder Essen, sowie eine flache Wasserschale mit über zweieinhalb Meter Durchmesser aus Cortenstahl, die ein Ort der Meditation und ruhiger Gespräche sein kann.

Symbol und Funktion zugleich ist eine Glocke mit Turm, mit deren Anschlag beispielsweise Veranstaltungen angekündigt werden. Nahe der Bühne ist eine Löffel-Skulptur aus Holz des Karlsruher Künstlers Hans Wetzl geplant. Der Löffel steht bildhaft für Essen und Schmecken und wird auch in der aktuell stattfindenden Kindergarten-Aktion „Her mit dem Löffel!“ verwendet.

Gleich am Beginn des Kreuz-Weges wird eine Schreib- und Kerzenwand stehen. Besucher können an der Innenseite ihre Gedanken, Wünsche und Hoffnungen anbringen und darüber kommunizieren. Durch die dahinter befindlichen großen Bestandsplatanen sieht Cornelia Biegert hier auch eine ideale Fläche, in sich zu gehen oder ganz einfach die Seele baumeln zu lassen.

Erstbepflanzung im Paradiesgarten

Entstehen wird im nördlichen Bereich ein Paradiesgarten, wo jetzt die symbolische Erstbepflanzung stattfand. Diese wurde  begleitet von Grußworten, Liedern des Kinderchores und dem Segen für Baum und Gelände durch die stellvertretenden Dekane Erhard Mayer und Roland Rossnagel. Mit seiner großen Rasenfläche zwischen einem runden Dutzend, bei ihrer Pflanzung etwa fünf Meter hohen Apfelbäumen, sowie einem Kräuter-Hochbeet bietet dieser Paradiesgarten viele Möglichkeiten für Veranstaltungen mit Kindern und Erwachsenen, lädt aber auch zum schlichten Verweilen ein.

Mit der symbolischen Pflanzung eines ersten Baumes startet zugleich der Grundausbau. Hierzu gehören das Setzen der Stauden und Bäume, das Verlegen der notwendigen Leitungen, der Bau des Bühnenfundamentes, das Einbringen der Wasserschale und natürlich die Aussaat des Rasens. Und es beginnt die notwendige Pflege zum Erhalt und Wachstum der Pflanzen. Erst kurz vor Beginn der BUGA-Eröffnung im April 2019 werden die weiteren Elemente, wie Schreib- und Kerzenwand, hölzerner Tisch, Glockenturm, Löffelskulptur und die Überdachung der Bühne aufgebaut.

Gemeinsames ökumenisches Projekt

Das gemeinsame ökumenische Projekt „Leben schmecken“ mit vielschichtigen Veranstaltungen tragen und gestalten die Evangelische Landeskirche Württemberg und die Kath. Diözese Rottenburg mit anderen christlichen Kirchen aus der Arbeitsgemeinschaft christliche Kirchen (ACK). Bewältigt werden soll das vielfältige Programm, an dem mehrere Projektteams schon seit Monaten arbeiten, auch durch ehrenamtlich Mitarbeitende als Ansprechpartner für die Besucherinnen und Besucher. Rund dreihundert Personen werden benötigt, um das für alle Altersgruppen geplante Programm  mit Beiträgen zu den Themen Schöpfung und Ernährung durchführen zu können. „Wir möchten damit die Erde als Garten Gottes ins Bewusstsein der Besucher rufen und werben mit diesem gemeinsamen Beitrag dafür, das Geschenk der Schöpfung und des Lebens anzunehmen, aber zugleich achtsam damit umzugehen“, betonen die Projektverantwortlichen Esther Sauer und Peter Seitz.

Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de. Wer während der BUGA mitgestalten möchte, kann sich auch direkt an Esther Sauer, Evang. Projektleitung, Tel. 07131 99101 – 20, Mail esther.sauer@elkw.de, sowie Peter Seitz, Kath. Projektleitung, Tel. 07131 2086142, Mail peter.seitz@drs.de, wenden.

Geländeplanung


Februar 2018

Mutige architektonische Entwürfe  eines Bühnendaches für „Kirche auf der BUGA“

– Entscheidung noch offen

Eine nicht-alltägliche Lösung einer Bühnenüberdachung für einen besonderen Beitrag der Kirchen für eine außergewöhnliche Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn – dies war der Ansatz für die Zusammenarbeit des Projektes „Kirche auf der BUGA“ mit der Technischen Hochschule Stuttgart. Ergebnis sind fünf architektonische Entwürfe, teils mit experimentellem Ansatz, überwiegend nachhaltig und auch eng mit dem Motto „Leben schmecken“ des Kirchenauftritts verknüpft, entwickelt von elf Studentinnen und Studenten als viermonatige Semesterarbeit im Master-Studium. Begleitet wurde das Projekt von den beiden Professoren Stefan Zimmermann (Fachgebiet Tragwerkslehre) und Ralf Petersen (Fachgebiet Baukonstruktion und Entwurf) der Fakultät Architektur und Gestaltung der Hochschule. Offen ist, ob eines der Modelle Realität wird oder doch eine einfache Lösung gebaut wird. Denn auch für den favorisierten Entwurf einer frei geformten Holzgitterschalenkonstruktion sind Machbarkeit und Kosten nicht abschließend geklärt.

Ein Sommerhut war die erste Anregung eines Dreierteams für seinen Ent-wurf, der in der Erarbeitungsphase zu einer welligen Schale mutierte – und jetzt als einziger Entwurf weiterverfolgt wird. Ein leichtes Dach im Stil der Multihalle von Frei Otto, einer Mehrzweckhalle im Mannheimer Herzogenriedpark, die zur Bundesgartenschau 1975 errichtet wurde. Bis heute ist diese die größte frei geformte Holzgitterschalenkonstruktion der Welt.

Deutlich kleiner wäre diese Holzgitterkonstruktion für Heilbronn, die eine angenehme Leichtigkeit für das Umfeld und ein gutes Raumgefühl im In-nern und damit auch Geborgenheit ausstrahlt. Durch die Nutzung von Kie-fernholzlatten und einem ausgeklügelten Verbindungssystem der Latten, spiegelt dieses Modell einen nachhaltigen ökologischen und ökonomischen Hintergrund wider.

„Beeindruckende Ergebnisse und überraschende Weiterentwicklungen“ konstatierte das Auswahlgremium den Entwürfen, für viele war jedoch  ein enges Zeitfenster für die Umsetzung sowie ein begrenztes Budget das Ausschlusskriterium.

So wurde auch die Holzkonstruktion einer hyperbolischen Paraboloidschale, kurz HP-Schale genannt, verworfen. Bei dieser Sonderform im modernen Dachbau handelt sich um eine regelmäßig doppelt-gekrümmte Fläche, die sowohl Hyperbeln und Parabeln als auch Geraden enthält.

Experimentell und überaus beeindruckend war ein weiterer Ansatz mit Modulen aus jeweils drei Getränkekästen. Insgesamt etwa 4.000 dieser Kästen müssten verbunden und verbaut werden – die nach Ende der BUGA wieder ihrem originären Nutzen zugeführt hätten werden können. Da aber für diesen mutigen Bau nach Einschätzung der Fachleute noch intensive Ingenieurleistungen zu erwarten sind, war auch dieser vom Tisch.

Sehr interessant fanden die Juroren auch ein Modell aus Layher-Gerüststangen mit Polycarbonatplatten, die zum einen Schutz bieten, zum anderen auch für Farb- und Schattenspiele sorgen würden. Durch sein Netz aus vertikalen und diagonalen Stäben wirkt es in seiner Formgebung sehr differenziert und schafft unterschiedliche Einblicke und Erlebnisräume.

Ein Team griff für seinen Entwurf das natürliche Blatt und seine Vergänglichkeit auf: Drei große Blätter als Dach für die Bühne, ein kleineres eingerolltes Blatt für einen Tisch, und ein in sich gewundenes Blatt um eine Wasserschale. Die Träger sollten aus Stahl sein, als Material für die Blattflächen war ein Weidengeflecht vorgesehen. Doch auch für diesen beeindruckenden Entwurf war eine Realisierung bis Frühjahr 2019 einfach zu kurz.


Januar 2018